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GATEKEEPER - East Of Sun

VÖ: 27. April 2018
Cruz Del Sur Music

Epic Metal scheint in letzter Zeit zur neuen (Trend?) Welle zu werden. Und dagegen habe ich auch nur bedingt etwas. Denn episch darf alles sein, solange auch noch ein paar Eier in der Hose baumeln. Und neben den aktuellen Überfliegern Visigoth und ihren soundtechnisch kauzigeren Freunden von Eternal Champion, kann man Gatekeeper aus Vancouver perfekt dazwischen pflanzen - mit Eiern. Nimmt man nur mal die beiden Coverversionen, die als Bonustracks fungieren, merkt man schon, welch Geistes Kind Gatekeeper sind. Omen's "Death Rider" wirklich stark umgesetzt und für Savatage's "Hall Of The Mountain King" gibt es vor mir zumindest ein großes Lob für das Heranwagen, so gut wie die Omen-Version ist sie aber nicht. Alternativ räumt das eigene Material aber gut ab. Der zackigen Opener "Blade Of Cimmeria" hat mich auf jeden Fall sofort am Wickel. Da schmerzt der Nacken, da frohlockt das heroische Schlachtenherz. Und im Endeffekt geht es so weiter und glänzt am besten beim aufeinander folgenden Trio "Warrior Without Fear", "Ninefold Muse" (groß!) und "Bell Of Tarantia". Wie es sich für Alben dieser Gattung gehört, bekommt auch "East Of Sun" ein malerisches Ende mit "Oncoming Ice", und wer aktuell die Finger nicht von Visigoth lassen kann, freut sich über deren Nuancen in "Swan Road Saga". Abzüge in der B-Note gibt es leider in Sachen Sound. Die bratenden Gitarren gehen in Ordnung, die Bassdrum schlappt aber wie ein platter Reifen, während sich die Lead-Vocals nur teilweise, die Chöre aber zu stark in den Vordergrund schieben. Kann man nachbessern und "East Of Sun" als alles in allem starkes Debüt bezeichnen.
P.S.: Mit Eiern! (sw)

8/10