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GEHENNA - Unravel

VÖ: 11. Oktober 2013
Indie Recordings

Mein werter Herr Chefredakteur schickte mir die Anfrage, ob ich dieses Review schreibe, mit der Bemerkung: "GEHENNA (ja, die!)". Er geht also offensichtlich und fälschlicherweise davon aus, dass ich Gehenna kenne. Nun habe ich ein wenig im Internet geschnüstert und senke voller Scham mein Haupt, denn diese norwegische Black Metal Kapelle gibt es nicht nur schon seit zwanzig Jahren, sie haben auch bereits circa elf Outputs auf dem Buckel, wobei die letzte Vollzeitscheibe namens "WW" im Jahre 2005 raus kam. Während "Unravel" rotiert, wechselt die Schamesröte in meinem Gesicht zu ordnungsgemäßem Pandabärchen-Schwarz-Weiß, weil dieses Album auch noch richtig gut klingt. Von infernalisch und rasend, bis zu stampfendem Schritttempo regiert Drummer Slaktaren das Tempo. Der Gesang von Gründungsmitglied Sanrabb hängt wie ein mächtiges Damoklesschwert über der Musik und verkündet Qual und Hass.
Dolgar am Bass und Skinndod an der Gitarre vervollständigen das zur Hälfte erneuerte Line-Up. Lediglich das atmosphärische Intro von "Death Enters" ist überhaupt nicht nach meinem Geschmack, aber das mag an meinem Unverständnis für jegliche Keyboardklimperei liegen, dauert schließlich nur eine Minute und ist daher zu vernachlässigen. Wir haben hier also ein sehr solides, tiefdunkles und aufgrund der ausgedehnten zähen Parts manchmal auch etwas sperriges Album, das sich vielmehr kriechend als tosend in meine Gehörgänge fräst. (st)

7,5/10