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GENERATION KILL - Red, White And Blood

VÖ: 16. September 2011
Season Of Mist

Manche halten Exodus-Frontmann Rob Dukes für den legitimen Paul Baloff-Nachfolger, andere für das Gegenteil und nicht wenige halten ihn für unsympathisch. Wie auch immer, Mr. Dukes hat neben seinem Hauptarbeitgeber noch mehr Bock auf Thrash Metal. Ihm zur Seite stehen dabei Rob Moschetti (ex-Pro-Pain, M.O.D.) und Mortician-Drummer Sam Inzerra. Die Gitarristen scheinen mir weitestgehend unbekannt, doch braten sie knackige Riffs und stilvolle Soli durch zehn echte Granaten. "Red, White And Blood" ist zudem noch ein Konzeptalbum über einen Kriegsveteran, der durch seine Erfahrungen an der Front zum Serienmörder wird. Ob nun durch das Konzept oder nicht, das Album ist überraschend abwechslungsreich und stellenweise sogar leicht beklemmend gehalten. Neben beinharten Classic Thrashern wie "Walking Dead", "Let Me Die", "Feast For The Wolves" oder dem dezent an metallische Hatebreed erinnernden "Hate", sorgen auch kontrolliert wuchtige Töne wie "Self Medication" oder die SloMo-Walze "Slow Burn" für mächtig Aktion im Unterbewusstsein. Auffällig ist übrigens, dass Rob Dukes stellenweise ein Gesangstalent an den Tag legt, welches man von Exodus so noch nicht kannte (siehe "Dark Days" oder eben "Slow Burn"). Konzeptmäßig darf natürlich auch kein augenzwinkernder Seitenhieb fehlen, den man im Titeltrack in Form des "Eskimo Pussy"-Chants von Gunnery Seargent Hartmann aus "Full Metal Jacket" verarbeitet - nett. Der Bonustrack (das Nine Inch Nails-Cover von "Wish") passt zwar von der Grundausrichtung nicht ganz zum Rest der Scheibe, ist dafür aber schön aggressiv umgesetzt worden.
Auch wenn es "noch eine" Thrash Band ist - die man übrigens nicht als Side-Project sieht - ist "Red, White And Blood" ein Muss für Thrasher aller Altersstufen. (sw)

8/10