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GHOULGOTHA - To Starve The Cross

VÖ: 10. Juni 2016
Dark Descent Records

Kennt ihr das? Da checkt man mal kurz eine CD an, denkt sich "och ja, klingt für den Moment vielversprechend" und später bei genauer Betrachtung kommt das böse Erwachen. Solch eine CD ist "To Starve The Cross". Im Opener "Village Of Flickering Torches" gefiel mir der modrige Death Metal Sound, die tiefe Röchel-Stimme, die verqueren Leads (bei denen man wahlweise an uralte At The Gates oder eben an alles Altfinnische denkt), das progressive Element im Sound und die Tatsache, dass Geschwindigkeit mehr Mittel zum Zweck ist - klingt also mal etwas anders. Und genau genommen zieht die Band aus San Diego auf dieses Weise auch die vollen zehn Songs durch. Das hält man aber keine 54 Minuten aus, wenn Songs immer wieder gut anfangen, hier und dort richtig coole Parts ausweisen (ob nun progressiv oder nicht), sich dann aber in sich immer wieder so drehen und wenden, als würde die Band auf pseudo-elegante Art versuchen, einen lieblichen Walzer auf einem Haufen Mikadostäbchen zu tanzen. Da musste ich erst recht laut loslachen, als ich just auf der Facebook-Seite der Band einen Kommentar eines Fans entdeckte, der meinte, die neuen Songstrukturen wären stärker und dichter im Vergleich zum Debüt … Himmel hilf! Und ja, ich höre sehr wohl, dass die Band ihre Instrumente beherrscht. (sw)

5,5/10