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GIRLSCHOOL - Guilty As Sin

VÖ: 13. November 2015
UDR

Meine Girlschool-Eckdaten: Den Song "Hit And Run" gehört, den Motörhead-Crossover kennengelernt ("Emergency", "Please Don't Touch") und dann war da noch der erste Teil des NWOBHM-Geburtstag auf dem 2009er Keep It True-Festival, wo Sängerin Enid Williams aufwartete. Und manchmal bin ich richtig froh, nicht alles mit der History einer Band vergleichen zu können … zu müssen?! Man kann so unvorbelastet an dieses Album herangehen, es in seiner saucoolen Lässigkeit geniessen, einfach nur beeindruckt sein, dass die geschätzten Damen selbst nach über 30 Jahren ihren Nachahmern Paroli bieten, ohne es darauf anzulegen. Girlschool sind halt Originale, die ganz easy Gassenhauer wie den Opener "Come The Revolution" oder den Titelsong abliefern, mit "Perfect Storm" Motörhead-Flair verbreiten und mit den zackigen "Night Before" und "Take It Like A Band" (ob Volbeat wohl neidisch sind, diesen Song nicht geschrieben zu haben?!) kräftig zubeissen. Über das doch etwas plakative "Everybody Loves (Saturday Night)" kann man vielleicht streiten. Und das Auftauchen des Bee Gees-Cover "Stayin' Alive" (!) lässt kurzzeitig erschrecken. Aber das Ding wurde so gekonnt in dieses Album integriert, dass ich keinen Grund sehe, dafür Punkte zu streichen - aber auch keinen Bonus verteile. Schlussendlich gibt es die vollwertige Acht, weil Girlschool sich nicht auf alten Pfaden ausruhen, sondern auch im Jahr 2015 ein aussagekräftiges Gesamtbild abliefern, inklusive Cover und einer amtlichen Produktion von Ton-Meister Chris Tsangaridies. (sw)

8/10