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GOD DISEASE - Drifting Towards Inevitable Death

VÖ: 15. Februar 2019
FDA Records

Doom und Death können auch anders miteinander, ohne ihre Grundeigenschaften zu verwerfen. Und wenn der Ursprung in Finnland liegt, ist eh alles leichter. God Disease fahren eine massive Soundwand auf und drücken den Hörer mit kernigen Riffs regelrecht an die Wand. Auffällig sind die Vocals von Ilkka Laaksonen, die nicht nur Tiefe suchen, sondern auch Laute in sich bergen, die der geneigte Old School Deather fast schon als Pig Squeels beschuldigen könnte. Aber es passt. Auch fährt die Gitarrenarbeit zwischendurch mal abseits erzkonservativer Wege, hat aber immer wieder Leads und Melodien in der Hinterhand, die eine mutierte Version von My Dying Bride um die Jahrtausendwende vermitteln. Melancholisch kann man das nennen, aber dafür ist das Gesamtprodukt "Drifting Towards Inevitable Death" eigentlich schon zu derbe. Das sind 50 Minuten, denen man sich stellen muss. Wer vorschnell abwinkt, verpasst vielleicht, wie ein "Descending Into Abyss" durch die Leads nach hinten raus richtig wächst oder wie stark sich "Cadaver Sculptor" und besonders "King Of Maggot Crawling Flesh" im Laufe der Zeit entwickeln. Und bis zum starken Finale in Form des Titelsongs schafft man es dann auch nicht. Wäre irgendwie schade. Aber eine harte Gemütsprüfung ist es trotzdem! (sw)

8/10