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GREENLEAF - Rise Above The Meadow

VÖ: 26. Februar 2016
Napalm Records

Greenleaf, das Nebenprojekt, das lange kein Nebenprojekt mehr ist. Es wurden seit 1999 einige Alben released und es gab viele Line Up-Wechsel. Das derzeit einzige Gründungsmitglied ist Tommi Holappa von Dozer.
In einer Dreiviertel Stunde wird man hier auf eine Reise genommen, die man definitiv häufiger wahrnehmen wird. Mit der Single "A Million Fireflies" wird gestartet und man beginnt direkt zu fliegen. Die harten Riffs zum Anfang katapultieren einen nach oben und die hypnotisierende Stimme von Arvid Jonsson lässt einen weiter oben gleiten. Das progressive Schlagzeug macht das Fliegen noch spannender. "Howl" beginnt ziemlich solide und mit Struktur, zieht einen aber mit verstrichener Zeit immer tiefer in das Album. So bewegt man sich am Anfang nur noch seicht in die Richtung, wird aber ab der Hälfte gefühlt mit einem dicken Seil stark gezogen. Ab jetzt ist man spätestens an Bord und muss sich den ruppigen Schlagzeug- und Gitarren-Wellen à la Queens Of The Stone Age stellen, kann sich aber auch öfter mal entspannt zurücklehnen und die Sonnenspiegelungen auf dem Meer genießen, die im 70iger Jahre Fuzzy-Gewand einem warm ins Gesicht scheinen. Stoner Riffs knallen aber immer wieder wie Wellen gegen den Bug, sodass auch manchmal Wasser rüberschwappt. Während man dann bei "Pilgrims" den Blick in den blauen Himmel schweifen lässt, man einzelne Wolkenpaare ausmacht, die sich kaum bewegen, und immer wieder ein seichter Windzug das fast schlaffe Segel bewegt. Dabei kommt man noch mal richtig zum Entspannen. Dann ist es auf einmal aus und man befindet sich wieder in der Wohnung, zurück von einem 45-minütigen Tagtraum.
Instrumentale Hochgenüsse mit einer Stimme, die einen definitiv auf eine Reise mitnimmt, auch wenn es nur der nächste Park im Sommer ist. (kdz)

9/10