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GREY - Whoneedsyou

VÖ: 20. August 2010
Bastardized Recordings

Gegründet im Jahre 2008 und hervorgegangen aus verschiedenen eher unbekannteren Bands, veröffenlicht das Hamburger Quartett Grey mit "Whoneedsyou" nun sein Debütalbum, das mit einer Mischung aus rohem Mathcore und ordentlich Groove daherkommt. Schon beim Opener "I Am God" kann man durchaus Parallelen zu War From A Harlots Mouth oder The Dillinger Escape Plan ziehen, wenngleich sich Grey im weiteren Verlauf des Albums etwas melodiöser und nicht ganz so "krass" und brachial geben. Nun mag man als Außenstehender vielleicht wieder einmal die kaum erkennbaren Songstrukturen bemängeln, aber Mathcore klingt nunmal so, und daran gibt es auch nichts zu rütteln. Wer damit nicht klarkommt, hat halt ganz einfach Pech gehabt. Zugegeben, ein Titel wie "Through The Roof, Underground" ist trotz der wirklich starken cleanen Vocals (die hier allerdings auch die Ausnahme sind) von der musikalischen Seite her wirklich schwere Kost, entpuppt sich nach mehrmaligem Durchlauf aber durchaus als kleine Perle. Mehrere Durchläufe sind bei "Whoneedsyou" ohnehin zwingend erforderlich, denn ein paar Details und Feinheiten offenbaren sich erst so nach und nach.
"Whoneedsyou" ist für ein Debütalbum aus diesem Genre eine wirklich solide Leistung. Ob es allerdings reicht, um ganz oben mitzuspielen, möchte ich bezweifeln, aber wer weiß schon, wie es mit dieser Truppe noch weitergehen wird - und somit beende ich dieses Review mit Verweis auf den letzten Song des Albums: "My Job Here Is Done". (maz)

6,5/10