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GRIMOIRE - L'aorasie Des Spectres Rêveurs

VÖ: 23. Januar 2015
Eisenwald Tonschmiede

Nach einem unscheinbaren Intro und den ersten schleppenden Akkorden nebst Klaviermelodie, wollte ich fast schon abwinken. Doch als sich die einsame Leadgitarre vorstellt und der erste Song auch noch Fahrt aufnimmt, werde ich neugierig und bin eigentlich schon mittendrin im neuen Lebenszeichen des Grimoire-Alleinherrschers Fiel. Der Kanadier vertont mit seiner Art Black Metal die Simplizität der Emotionen und arbeitet dabei mit einer weiträumigen Atmosphäre, die sich bei sehr wohl vorhandener Garstigkeit gerne mit Keyboards und Chören schmücken darf. Melancholisch soll es sein. Eine gewisse Leere entfalten, darin aber Kraft entwickeln und sich nicht mit irgendwelchen songwriterischen Schlenkern aufhalten, sondern fliessen. Elitären Schwarzheimern ist das wahrscheinlich viel zu pussy-mäßig und perfekt ist es definitiv auch nicht. Aber die drei vollwertigen neuen Songs und der tragisch anmutende Klavier/Chor-Abschluss (zu dem sich so manche Szene aus "Der Herr der Ringe" im Kopf entwickeln kann) sind mehr als nur des bloßen Aufhorchens wert. (sw)

7,5/10