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HACAVITZ - Darkness Beyond

VÖ: 24. Februar 2015
Dark Descent Records

"Darkness Beyond" beginnt sich in meinem CD-Player zu drehen und mein erster Gedanke ist, schon wieder eine Band, die sich über ihren Sänger definiert. Der gute Herr Antimo Bounanno hört sich nämlich erst einmal ziemlich dominant an und außerdem, als wenn eine Pulle Jack sein bester Freund wäre und er täglich diverse Packungen irgendwelcher Fluppen vernichten würde. Gelegentlich hebt er an und beginnt zu schreien und endet verreckend (stimmlich, nicht körperlich). Jedoch fallen mir irgendwann die Gitarren auf, erst treibend, dann aber immer häufiger überraschend harmonisch und sie bilden angenehme Melodien, die in einem direkten Gegensatz zum rotzigen Gesang stehen. Mit etwas über drei Minuten ist der Song "Livskit" der weitaus kürzeste der Scheibe und das ist gut so, denn er ist instrumental, folglich gib's natürlich Gitarrenmelodie, im Hintergrund regnet es und am Ende zirpt eine Grille. Erfreulicherweise ist das der einzige Anflug von aufgezwungener Atmosphäre und somit zu vernachlässigen. Hacavitz liefern auf diesem Album nicht gerade ein Füllhorn an Inspiration, aber genau das ist in meinem Sinne und daher könnte "Darkness Beyond" ewig weiterlaufen und würde mich nicht langweilen, allerdings auch nicht vor Begeisterung vom Hocker hauen. (st)

7,5/10