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HACKNEYED - Carnival Cadavre

VÖ: 19. Augsut 2011
Lifeforce Records

Das berühmt-berüchtigte dritte Album stand bei den Schwaben-Deathern von Hackneyed nicht unbedingt unter guten Vorzeichen: Den Deal bei Nuclear Blast ist man los und der Altersbonus der Youngsters dürfte mittlerweile aufgebraucht sein. Überzeugen muss man also einzig und allein mit der Musik, und das klappt auf "Carnival Cadavre" ausnahmslos. Der groovige Death Metal pflügt sich meist durch Midtempo-Gefilde und erinnert nicht selten an Disbelief oder Illdisposed. Knackige Nackenbrecher wie "Infinite Family" dürften dabei jedes Headbangerherz höher schlagen lassen. Das bereits vorab zugänglich gemachte "Maculate Conception" oder auch die aggressiven "Coulrophobia" und "Feed The Lions" knüppeln sich erbarmungslos durch die Gehörgänge und erinnern an moderne US-amerikanische Death Metal-/fast-schon-Deathcore-Bands. Das alles ist absolut präzise, wuchtig und punktgenau vorgetragen. Man wechselt immer wieder mal geschickt das Tempo, sorgt mit vereinzelten Samples oder auch ruhigeren Passagen wie bei "Damn (You're Dead Again) oder "Cure The Obscure" (mit starken Gitarren-Soli) für die nötige Abwechslung, während sich Fronter Philipp Mazal stilsicher und extrem derbe durch die Songs growlt und grunzt.
Mit "Carnival Cadavre" werden Hackneyed ihre Stellung im deutschen Death Metal zweifelsfrei weiter festigen. (maz)

8/10