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HACKNEYED - Inhabitants Of Carcosa

VÖ: 15. Mai 2015
CoMa Tone Records

Erstmal muss ich hier loswerden, dass ich mich nie an Death Metal Bands gewöhnen werde (zumindest rein optisch), die aussehen, ... ach egal, darum geht's hier nicht. Es geht um Musik und zwar um genau die, die ich seit über zwanzig Jahren vergöttere. Eine Richtung, die so vielfältig, individuell und inspirierend ist, dass sie sich den Namen Death Metal auch wirklich verdient hat.
Und genau in dieses Bild passen die Süddeutschen hervorragend hinein, zeigen sie den geneigten Hörern auf ihrer bereits vierten Scheibe doch ganz klar, wie breit der Begriff Death Metal sein kann. Während andere sich der endlos wachsenden Klonarmee anschließen, wählen die fünf Jungs hier den eher modernen Weg und erinnern immer wieder an Grandioses à la Illdisposed, etwas Decapitated und fernverwand auch an die guten alten Supuration.
Zu dieser delikaten und erfrischenden Mixtur garniert man ein paar Blastattacken ("Klown"), Morbid Angel- Gedächnis-Riffs ("Death Toll") und geht seinen eigenen Weg. Das alleine ist heute wirklich Gold wert. Bärenstarke Nummern wie "Years In The Dark", das bereits erwähnte "Death Toll" oder auch "Gods Own Creation" zeigen einen Ausweg aus der Belanglosigkeit der ewig Gestrigen … obwohl rein optisch, Hallo!?!
Auch produktionstechnisch ist hier alles im Grünen, so dass man ein rundum starkes Stück abliefert, dem höchstens mal ein bisschen Bums fehlt. (oem)

8/10