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HAILSTONE - The Greater Counterfeit

VÖ: 16. April 2012

Lasst euch durch das "modern" anmutende Logo nicht täuschen. Hailstone aus München sind mehr für die Old School Fraktion, als man anfangs glauben mag. Die selbst genannten Einflüsse von Dismember, Evocation und At The Gates sind dabei gar nicht so weit hergeholt. Bezüglich der melodischen Charakteristik würde ich aber gerne noch ein wenig von Gates Of Ishtar hinzufügen und vielleicht erinnert sich noch jemand an die erste Amon Amarth-EP. Letztere hätten einen Song wie "Godship Undone" wohl nur auf Acid eingetrümmert. Dieses zehn Tracks umfassende Debüt ist tight und wahrlich aggressiv eingespielt worden, was auch von Nöten ist, wenn man mit einer melodischen Schwedentod-Basis nicht schmusig klingen will. Das umschifft der Fünfer aber bestens mit stets variablen und trotzdem straight packenden Songs. Dabei wird gar nicht so derbe aufs Gaspedal getreten, was Blast-Verweigerern den Zugang etwas leichter macht. Immer mit einem ordentlichen Punch versehen, bis hin zum rabiaten "Revenant", merkt man genau, dass die Jungs genau wissen, was sie wollen. Die Produktion hilft dabei noch zusätzlich. Für mich als verkappten Underground-Skeptiker mal wieder eine kleine Überraschung. (sw)

7,5/10