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HAMMERCULT - Steelcrusher

VÖ: 24. Januar 2014
Sonic Attack

So wird's gemacht! Der Stinkefinger des Protagonisten auf dem Cover ist die perfekte Beschreibung für das neue Machtwerk der israelischen High Energy-Thrasher von Hammercult. Einen feuchten Sonstwas wird hier gegeben, wenn es darum geht, was darf und was nicht. "Metal Rules Tonight" heißt die Monsterschelle, die direkt nach dem heroischen Intro und dem alles vernichtenden (und soon-to-be-Classic) Titelsong die wilde Entschlossenheit des Fünfers beweist. Auf dem zweiten Album wird ein Feuerwerk an infernalischen Thrash-Eruptionen abgebrannt - da bleibt keine Zeit zum Luftholen und die Spucke fehlt eh. Dabei sind Scheuklappen Mangelware - die Thrash-Basis ist eindeutig. Dazu die Punk- fast Thrashcore-artige Umsetzung, die wahlweise nach thrashpunkigen Impaled Nazarene ("Liar"), den alten Helden von D.R.I. (mit denen man einst auf Tour war) oder bei "Satanic Lust" wie Midnight auf 45 rpm klingt. Erlaubt sind ebenfalls ein paar Blasts, ausgefeilte Soli oder ein paar simple, aber raumgreifende Melodien. An den Vocals von Frontkeiler Yakir Shochat mögen sich vielleicht die Geister scheiden, ist die Ähnlichkeit zu The Black Dahlia Murder's Trevor Strnad nicht ganz von der Hand zu weisen, aber auch alte Recken wie Zetro oder Schmier klingen einzigartig und giftig. Was soll's also?!
Die Vehemenz von Hammercult ist unbeschreiblich und faszinierend zugleich, da sie ihr leidenschaftliches Feuer auch auf Konserve entfachen können. Mehr davon! (sw)

8,5/10