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HAMMERFALL - Built To Last

VÖ: 04. November 2016
Napalm Records

Hammerfall gehören für mich, und für viele andere wahrscheinlich auch, zu den Bands der ersten Stunde. Neben Iron Maiden, Judas Priest und vielen anderen zeitlosen Klassikern, gehörten auch die Kollegen mit dem fallenden Hammer zu den Truppen, die mir damals einen sehr guten Einstieg in die Welt des Metal geboten haben und dank derer sich der persönliche Musikgeschmack immer weiter entfalten konnte. Somit gehören einige Alben von Hammerfall immer noch zu meiner persönlichen Favoritenliste. Mir gefiel "Chapter V", ich vergöttere "Glory To The Brave" und sogar "No Sacrifice, No Victory" fand ich unanfechtbar großartig. Danach ließ das Interesse dann ein wenig nach und aufgrund viel zu vieler anderer großartiger Veröffentlichungen widmete ich mich Hammerfall immer weniger. Die nachfolgende "Infected" habe ich mir dann irgendwann für ein paar Münzen von einem CD-Grabbeltisch gekauft und das 2014er Album "(r)Evolution" habe ich bis heute nicht ein einziges Mal angespielt. Das lag dann aber wohl an der recht enttäuschenden "Infected", die mich leider in keinem einzigen Song wirklich überzeugen konnte.
Mit "Built To Last" wollte ich den Schweden nun wieder eine Chance geben. Eine Entscheidung, die ich in keinem Moment bereut habe. Der Opener "Bring It!" ist einfach Hammerfall in absoluter Hochkultur und gibt vom ersten Moment an Vollgas. Ein Song, der in den Nacken geht und absolut Laune macht. Etwas schwieriger gestaltet sich da dann schon gleich der nächste Song. "Hammer High" klingt auf den ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, zündet aber im zweiten Durchlauf sofort als absolute Mitgröhl- und Ohrwurmnummer. So könnte ich jetzt von jedem einzelnen Song des Albums schwärmen, die Ausfallquote auf "Built To Last" ist echt erstaunlich gering, besser gesagt fällt mir auf Anhieb kein Song ein, der so gar nicht knallt. Sogar die obliagtorische Ballade ("Twilight Princess") ist genial geworden und lässt ein wenig in Erinnerungen an "Glory To The Brave" schwelgen. Trotz der Fülle an guten Songs haben sich ein paar Stücke besonders fest in meine Gehörgänge gebrannt. An erster Stelle steht hier definitiv "Dethrone And Defy". Die Nummer hat ein Mordstempo drauf. Dazu ein absolut überzeugendes Riff, einen Kriegerchor und den wahrscheinlich besten Refrain des Albums. Einfach nur allererste Sahne. Gleich danach wäre dann das eben erwähnte "Hammer High" einzuordnen, dicht gefolgt vom Titeltrack, auch wenn er ein wenig langatmig erscheint, eine absolut solide Nummer. Aber wie schon gesagt, auf diesem Album gibt es keine Ausfälle, die Messlatte wird gerade für zukünftige Veröffentlichungen wieder enorm hoch angesetzt. Daher kann ich also mit Fug und Recht eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Jeder der Hammerfall irgendwann einmal auch nur irgendetwas abgewinnen konnte, der wird mit diesem Album durchaus zufrieden sein. Ich persönlich bin absolut begeistert und werde diesen Silberling definitiv in meine Sammlung einfügen. (cl)

9,5/10