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HAND TO HAND - Design The End / Follow The Horizon

VÖ 08. Mai 2009
Lifeforce Records

Immer, wenn ich "so ein" Album höre, sehe ich bildlich vor Augen, wie sich die Kritiker vor Verzweiflung die Haare raufen, und sich vermutlich denken: "Nicht noch so eine Melodic Hardcore-/Screamo-Truppe!". Und eben während diese Kritiker den vielleicht nächsten Verriss mit immer den gleichen "Argumenten" niederschreiben, gehöre ich zum Glück zu denjenigen, die Musik erstens nach der Qualität und nicht nach deren Schubladenzugehörigkeit beurteilen und zweitens "so eine" Mucke gar nicht mal so übel finde.
Was ich mich in letzter Zeit immer häufiger frage: Muss man sich oder ein Genre neu erfinden, um gut zu sein? Ist Innovation ein Zeichen für Qualität? Machen nicht AC/DC auch immer irgendwie das Gleiche, und stehen trotzdem da, wo sie heute sind?
Hand To Hand veröffentlichen jedenfalls vier Jahre nach ihrem Debütalbum "A Perfect Way To Say Goodbye" nun ihr zweites offizielles Album, und unterstreichen damit eindrucksvoll die Tatsache, dass gut Ding Weile haben will. Man muss aber trotzdem auch ehrlich sein: Die Truppe aus Florida erfindet nun wirklich nichts neu. Man spielt high-energy Melodic Hardcore und driftet mal in alternative und mal in metallische Gefilde ab. Das Endergebnis, das auf dem nun vorliegenden "Design The End / Follow The Horizon" zu hören ist, hat der vergleichbaren und ähnlich gelagerten Konkurrenz mitunter jedoch eines weit voraus: Das Quintett hat ein ausgesprochenes Händchen für starke Melodien und Refrains, und versteht es, richtige Hits zu schreiben. Songs wie "State Of Emergency" oder "Love Muscle" sind absolut großartig! Als eigentliches Highlight muss allerdings der rund 9-minütige und instrumentale (!) Schlußsong genannt werden, der ironischerweise den bezeichnenden Titel "Let's End This Album With A Party" trägt, und musikalisch das gesamte Können der Band zeigt - und das ist wahrlich einiges. (maz)

8/10