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HEADS FOR THE DEAD - Serpents Curse

VÖ: 24. September 2018
Transcending Obscurity Records

Fast auf die falsche Fährte gelockt. Cover, Logo, Bandname und Albumtitel - alles lässt die Interpretation zu, dass es sich bei diesem Album auch um das nächste Okkult Rock Ding zweier Death Metal Freaks handeln könnte. Die Protagonisten kommen soundtechnisch auch aus dem Schwedentod. Aber Federführer Jonny Pettersson (Wombbath, Ursinne) und Ralf Hauber (Revel In Flesh) hauen weiterhin auf den Putz und bieten wuchtigen, atmosphärisch sehr dichten Death Metal. Im Grunde machen die beiden nicht mal etwas Neues, aber das "Wie" ist hier entscheidend. Erst mal entspricht die Produktion den heutigen Standards, klingt aber nicht nach vollgetriggertem Plastik. Ein paar symphonische Elemente gibt es hier da durch eingestreute Keyboards, aber deswegen klingt man nicht gleich nach Behemoth oder Dimmu Borgir - wenn überhaupt marginal nach mittleren Hypocrisy. Ein bisschen Crust/Punk blitzt mal auf, das Wolfbrigade-Cover "In Darkness I Feel No Regrets" eignet sich aber noch besser zum Ausleben dieser Vorliebe. Auffällig ist hingegen die Doom-Affinität, die in "Deep Below" einfach nur gewaltig ist, bei "Gate Creeper" brutal alles nieder walzt. Dagegen schlitzen "Post Mortem Suffering" in anderthalb und "Death Calls" sogar nur in einer Minute tiefe Wunden, während die restlichen Songs einfach die ganze Bandbreite bieten und kräftig durch die Botanik wüten. Das Überraschende daran - mit jedem Durchlauf intensiviert sich der Hörgenuss und die dicke Acht schreibt sich auf einmal wie von selbst unter diese Zeilen. (sw)

8/10