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H.E.A.T - Freedom Rock

VÖ: 28. Mai 2010
earMUSIC

Eine Rock-Scheibe mit den Songtiteln "We're Gonna Make It" und "Black Night" zu beginnen, kann nur gut gehen, wenn man über genügend Klasse verfügt, um den bissigen Kritikern binnen Sekunden die vorwurfsbeschmierten Reißzähne zu ziehen. Willkommen bei H.E.A.T - die ich im ersten Anflug von Größenwahn als das AOR/Melodic Rock-Pendant zur neuen Enforcer ernenne. Das Geile daran? Auch weit nach dem ersten Anflug bleibt dieser Eindruck omnipräsent in der Luft hängen. Der einzige "Vorwurf" wäre, dass sie halt nach der guten alten Zeit klingen. Aber was tun denn die ganzen Retrobands aus sämtlichen anderen Genres …?
Die jungen Schweden (gerade mal durch die 20) hauen in 45 Minuten 13 vollwertige Hits raus, die jedem AOR/Melodic Rock-Fan die Tränen in die Augen treiben werden. Das zackige "Beg Beg Beg" (Harem Scarem hätten den Chorus nicht besser hinbekommen) ist der Inbegriff eines Nr. 1-Rockers, und "Danger Road" wäre dann wohl der Nachrücker für die Pole. Das romantische Feeling im "Everybody Wants To Be Someone"-Klavier-Intro kennt jeder aus unzähligen 80er Jahre-Ami-Beziehungskomödien. Bei "Black Night" gibt sich sogar Edguy's Tobias Sammet die Ehre mit Sänger Kenny Lackremo ein Duett zu schmettern. Selbst Europe's Joey Tempest ist völlig aus dem Häuschen, kommen H.E.A.T quasi aus seinem eigenen Hinterhof namens Upplands Väsby. Doch all das ist nur Schall und Rauch, wenn man die Musik nicht gehört hat. "Freedom Rock" ist das unglaubliche Gefühl von Freiheit, Sommer, Cabrio fahren und romantischen Sonnenuntergängen mit der Liebsten. "Freedom Rock" ist absolut großartig! (sw)

9/10