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HOLY HELL - Apocalypse

VÖ: 23. März 2007
Magic Circle Music

Das soll wohl ein schlechter Scherz sein!? Ich dachte Vetternwirtschaft wäre nur in der skandinavischen Szene erlaubt. Schon lange nicht mehr hat mich eine CD (hier sogar nur eine Maxi) vor dem ersten Hören so aufgeregt.
Also der Reihe nach: Holy Hell sind das nächste Pferd im Stalle Magic Circle Music - der Heimat von Manowar und Rhapsody Of Fire. Zeitgleich ja auch noch deren Tour-Opener. Aufgenommen im Haus Wahnfried und natürlich von Joey DeMaio höchstpersönlich produziert. Zwei der vier vertretenen Songs ("Apocalypse" und "Last Vision") wurden dann auch gleich vom Manowar-Basser zusammen mit dem Bruder des Rhapsody Of Fire-Keyboarders geschrieben. "Resurrection" lässt gemäss Songcredits auch nicht darauf schliessen, dass die eigentliche Band irgendeinen Ton selbst zu Papier brachte. Track Nr. 4 ist schlussendlich das berühmte "Phantom Of The Opera" als Live-Audio- und Video-Version vom Masters Of Rock Festival 2005. Ach ja, ist es wichtig, dass dieser Song auch noch im Duett mit Eric Adams eingeträllert wurde?! Da fällt es ja fast gar nicht mehr ins Gewicht, dass die Band am Schlagzeug den ehemaligen Manowar-Drummer Rhino beherbergt ... bei soviel Inzucht vergisst man doch glatt die Musik. Und die ist zwar handwerklich völlig in Ordnung aber musikalisch definitiv Durchschnittsware. Hätte mich bei den letzten Outputs der Hauptsongwriter auch schwer gewundert. Alles klingt wie eine Mischung aus eben Manowar und Rhapsody Of Fire - nur mit einer Frau am Mikro, bei der man merkt, dass eine klassische Gesangausbildung noch lange nicht zu einer charismatischen Stimme führt. Da hilft auch ihr im Video zu sehendes Lederkostüm nicht mehr viel ... wie gut, dass wir keine Punkte für Maxis vergeben. (sw)

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