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HYMN - Perish

VÖ: 17. Februar 2017
Svart Records

Hymn aus Oslo ist eine zweier Combo, die schön düsteren Doom auf lange Songs packt. So sind auf der neuen Scheibe "Perish" sechs Songs auf 45 Minuten, wobei der erste Track nur ein kurzes Intro ist. Ich habe das Problem mit solchen Combos (die so stark ins Drone abschweifen), dass sie zwar live einen richtig dicken Bass Sound haben und die ersten 15 Minuten auch gut Laune machen, aber die immer wieder gleichen Riffs und das montone Gebrüll langweilig werden. Anders bei Hymn. Schon beim ersten Song "Rise" wird trotz dieser langsamen Schwere eine richtig schöne Wut transportiert. Die Songstruktur ist zudem nicht so vorhersehbar und es kommt richtig gutes Songwriting hinzu. Trotzdem werden die monotonen, basslastigen Parts nicht vernachlässigt. Es wird auch eine Runde typisch norwegisch geballert mit zudem noch einer ordentlichen Portion Rotz. Für mich ist dieses 12-minütige Stück ein Paradebeispiel dafür, wie man solch einen langsamen Song gestalten sollte. Trotz gelegentlich anderer Vocals (beim Song "Hollow" sehr cool), statt dem Geschrei oder einer schnelleren Grundgeschwindigkeit, behält die Platte ein schön nebliges, nordisches und raues Klima. Immer wieder sehr harte auftauchende Drums ziehen sich durch das gesamte Album. Generell sind die Lieder auch aggressiver geworden, gegenüber der EP "Hymn", welche zwei Songs mit je zehn Minuten enthält.
Also für mich eine lohnenswerte Angelegenheit. Aggressiver, düsterer Doom, der ins dronige abweicht, ohne langweilig zu werden. Mit auch mal ein paar abwechslungsreichen Elementen, die gerne auch noch mehr vertreten sein könnten. (kdz)

8/10