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I SMASH THE PANDA - Into The Panda Basement

VÖ: April 2010

Keine Sorge: Den schwarz-weißen Bären geht es hier keineswegs an den Kragen. Auf den etwas kuriosen Namen I Smash The Panda hören vielmehr vier junge Herren aus Oldenburg, die sich im Februar 2010 zusammen gefunden haben, und mit "Into The Panda Basement" gerade mal zwei Monate nach Bandgründung nun ihre erste EP vorlegen. Um aber etwaige Sorgen oder Vorurteile gleich im Vorfeld auszuräumen: Die vier Musiker haben allesamt bereits vorher schon in verschiedenen Bands gespielt - von Death Metal bis Rock. Es handelt sich bei dieser Veröffentlichung also keinesfalls um einen Schnellschuss von minderer (musikalischer) Qualität. Erstaunlicherweise ist genau das Gegenteil der Fall. Das Intro erinnert durch seine jazzig wirkende Instrumentierung zuerst etwas an War From A Harlots Mouth, doch beim folgenden "Valve To My Aggression" sind diese Vergleiche kaum noch zulässig, denn I Smash The Panda agieren wesentlich melodischer und bei weitem nicht so verfrickelt. Man bewegt sich musikalisch im Hard-, Deathcore und Metalcore (allerdings ohne cleanen Gesang!), und legt dabei - trotz aller Härte und Aggression - besonders viel Wert auf Melodie. Und das ist ein entscheidender Unterscheid zu anderen Bands, die musikalisch ähnlich gelagert sind. Die Songs sind vernünftig durchstrukturiert, und können sowohl mit intelligenten Breaks, als auch mit diversen und wirklich guten Gitarren-Soli punkten - also kein monotones, und sich endlos wiederholendes Geknüppel. Bei diesen Songs hat man sich im Vorfeld wirklich Gedanken macht. Sänger Dennis growlt und grunzt sich herrlich derbe durch die Songs, und zeigt in den schleppenden Passagen von "Tears Are Not Jailed Anymore" eindrucksvoll, wie tief er kommt. "This Is My Revenge" erinnert ein wenig an Caliban, das akustische Ende von "Kept Those Lies Inside" ist wirklich großartig, und beim abschliessenden, gerade mal 72 Sekunden langen "Win A Trip To Suck My Dick" beweist man auch noch eine gehörige Portion Humor. Insgesamt eine mehr als interessante und absolut gelungene Veröffentlichung, die zudem auch noch in Sachen Produktion und Klang durchaus überzeugen kann. (maz)

8,5/10