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ICON IN ME - Human Museum

VÖ: 24. April 2009
Massacre Records

Das Debut-Album einer schwedisch/russischen Band? Klingt doch schonmal interessant. Und wenn man sich dann noch die Namen der Beteiligten anschaut - Sänger Tony Jelencovich (Ex-Mnemic), Drummer Morten Løwe Sørensen (The Arcane Order) und Gastmusiker wie z.B. Steve Smyth (Ex-Nevermore, Ex-Testament), dann darf man wirklich gespannt sein.
Im starken Opener "Dislocated" wird die musikalische Ausrichtung auf "Human Museum" gleich klar definiert: Man werfe das Beste aus Slipknot, Soilwork und Fear Factory in einen Topf, gebe noch eine Brise Machine Head dazu - fertig! Falls das jetzt etwas negativ rüberkam: Das war keineswegs so gemeint, denn auch wenn sich der Innovationsfaktor sicherlich in Grenzen hält, aber "Human Museum" ist ein Album, das vor Energie, Aggressivität, Spielfreude, starken Melodien und meist ihresgleichen suchenden (cleanen) Refrains nur so strotzt! Einen Song wie z.B. das fantastische "Moments" müssen die eben genannten Bands erstmal schreiben.
Man versteht es dabei, sowohl ordentlich auf's Gaspedal zu treten ("The Day, That Sorrow"), dass einem aufgrund des perfekten Gitarren-/Schlagzeug-Zusammenspiels fast schon schwindelig wird, als auch mit leicht angezogener Handbremse rhythmisch-düster wie bei "To The End" zu punkten. Kurz vor Ende gibt es in Form des Instrumentals "In Memorium" eine kurze Verschnaufpause, bevor dann mit "The Worthless King" das finale Todes-Dreierpaket eröffnet wird, das mit einer traumhaften Gitarrenarbeit im abschließenden "Avoiding The Pain" beendet wird.
Was soll ich sagen? Es ist schon eine Weile her, dass mich ein Debütalbum so begeistern konnte! (Nicht nur) die Kids werden "Human Museum" lieben - ich tu das jetzt schon! (maz)

9/10