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IMPENDING DOOM - The Sin And Doom Vol. II

VÖ: 22. Juni 2018
Eone Heavy

Impending Doom sind schon ein Weilchen im Geschäft und nach meiner Erfahrung führt das fast immer dazu, dass man softere Musik macht, als noch zuvor. Tja, anscheinend habe ich da meine Rechnung ohne Impending Doom gemacht, denn die Amerikaner haben es sich anscheinend zum Ziel gesetzt, einfach genau so Innereien-zerpflückende Musik zu machen, wie seit ihrer Bandgründung. Apropos Bandgründung: Das neue Album hat den wundervollen Anhang "Vol. II". Warum? Weil das erste musikalische Ergebnis der Band eine EP mit dem Namen "The Sin And Doom Of Godless Men" war, und nun hat man "Of Godless Men" gestrichen und "Vol. II" rangehängt, und so eine Verbindung zu den Ursprüngen der Band geschlagen. Etwas seltsam, wenn doch nur noch zwei Mitglieder der Originalbesetzung dabei sind, sich dann auf etwas zurückzubesinnen, an dem die meisten Bandmitglieder gar nicht beteiligt waren, aber gut. Wir nehmen es hin.
Musikalisch gesehen, gibt es hier aber eine ganz klare Linie, die eingehalten wird: Brutalität. Die Band hat Deathcore einfach bis ins Mark und Blut verinnerlicht und wirkt nicht, als ob sie von diesem Kurs abrücken wollte. Dabei setzen sie wie gewohnt harte Breakdowns an schnelle, impulsive Melodien und paaren das Ganze mit der knurrig-einschüchternden Stimmgewalt von Vocal-Artist Brook Reeves, der mit seiner einzigartigen Stimme schon lange zu den ganz Großen im Bereich Stimmgewalt zählt.
Impending Doom liefern exakt das ab, was man erwartet: ein kompromissloses Schlachtfest für die Musikanlage. Fans dürfen aufatmen, alles bleibt beim Alten. (zeo)

8/10