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INCANTATION - Profane Nexus

VÖ: 11. August 2017
Relapse Records

Genau 25 Jahre nach ihrem Debütalbum "Onward To Golgotha", liefern die Pennsylvania-Deather Incantaion ihr nunmehr elftes Album ab. Ihrem typischen Stil bleiben sie dabei natürlich treu, verfeinern jedoch hier und da etwas. Speziell die Kontraste zwischen brutalem US Death Metal und sludgig-doomigen Schlurfparts wurden auf "Profane Nexus" intensiviert und perfektioniert. Doch um es gleich klarzustellen: Typischen "Doom Death" gibt's hier definitiv nicht auf die Ohren. Dafür sind solche Abrissbirnen wie "Lus Sepulcri" oder das nur einminütige "Xipe Totec" schlicht zu brutal - und bilden übrigens einen klasse Kontrast zu einem Titel wie "Incorporeal Despair", der sich doomig-zermalmend durchs Unterholz pflügt und gar mit einer cleanen Gitarrenmelodie aufwartet. Es wird zwar hin und wieder auch mal das Tempo aus den Songs genommen (stark: "The Horns Of Gefrin"), oder gar mal ein regelrechter Groove ausgepackt ("Omens To The Altar Of Onyx"), aber ansonsten gilt, wie eigentlich immer bei Incantation: Bösartige Riffs, tiefe Gitarren, düster und brutal, und dazu das typische Geröchel von John McEntee.
"Profane Nexus" ist tatsächlich regelrecht abwechslungsreich, liefert aber zu 100% Incantation und somit derben US Death Metal der alten Schule (ohne dabei "alt" zu klingen) und Szenefreunde sollten bereits festgestellt haben, dass es sich hier um einen Pflichtkauf handelt. (maz)

8,5/10