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INFERNAL EXECRATOR - Obsolete Ordinance

VÖ: 27. Juli 2018
Pulverised Records

Man soll den Begriff "Exotenbonus" ja nicht überstrapazieren. Aber diesem Album hört man wirklich nicht an, dass seine Basis in Singapur liegt. Und seine stilistische Nähe zu den ebenfalls dort ansässigen Impiety ist auch nicht von der Hand zu weisen. Mit anderthalb Minuten Intro wird der Hörer noch im Ungewissen gelassen, danach heißt es aber Leinen los und wer bremst verliert. Ein paar kurze Rückruderaktionen gibt es zwar (z.B. die "Startrampe" von "Quintessence Of Timeless Void") und "Northern Superiority" bekommt einen kurzen Thrash-Einstieg, aber ansonsten regiert der Blast-Hammer, als wollten Marduk den zweiten Teil von "Panzer Division Marduk" einkloppen. Und die Präzision (zusammen mit der deftigen Produktion) verhindert jegliche Chaos-Befürchtungen. Die Lead-Gitarre rasiert "fröhlich" mit, "jammert" an den richtigen Stellen schön aggressiv umher und wenn sogar Infernal Vlad von Cult Of Fire zu einem kurzen Stelldichein seine Aufwartung macht, macht sich die beständige Arbeit von Infernal Execrator doch bezahlt. "Obsolete Ordinance" ist immerhin der bereits elfte Release (bzw. zweite Longplayer) seit Bandgründung vor unheiligen dreizehn Jahren. Der Erfahrungsschatz mundet beim Titelsong und "Supreme Barbarous Ordo" besonders gut. (sw)

7,5/10