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INTEGRITY

Howling, For The Nightmare Shall Consume

VÖ: 14. Juli 2017
Relapse Records

Die Hardcore/Metalcore Legende Integrity bringt ihr elftes Album raus. Als an den weitlaufenden Trend Metalcore noch gar nicht zu denken war, haben Bands wie Integrity schon das Rotzige aus Punk und Hardcore mit dicken Gitarrenriffs und einer ordentlichen Schippe Noise gepaart. Letztes Jahr haben Integrity bei Relapse Records unterschrieben. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört - und jetzt das erste Album in dieser Kombination.
Bei "Howling, For The Nightmare Shall Consume" erwarten einen ganze 47 Minuten auf zehn Songs verteilt. Es fängt schon verdammt düster an. Mit Black Metal-artigem Geknüppel wird in das Album hineingeführt, während zwischendurch typischer Hardcore-Groove mit schönem Gitarren-Gezwirbel reingekloppt wird. Der Anfang ist schon mal eine Ansage. Derbe und mit höchster Geschwindigkeit geht es weiter, geradeaus mit den Backpfeifen ins Gesicht. Drums wechseln zu flottem Hardcore/Crust-Gedremmel, während die Gitarre weiterhin eine ganze Dramaturgie hinlegt. Die Vocals von Dwid Hellion haben am Sound nichts verloren. Immer noch derbe dreckig und nichts wird hier glatt gebügelt. Währenddessen geht es jetzt mit thrashigen 80iger Jahre Riffs nach vorne. Mit "Serpent Of The Crossroads" kommt dann ein sehr langsamer Song, der aber durch die dreckige Stimme Hellions immer noch verdammt roh klingt. Und auch der nächste Song, "Unholy Salvation Of Sabbatain Zevi", der mit über sieben Minuten der längste auf dem Album ist, hat vom Schweren und Langsamen fast Crowbar-ähnliche Ansätze.
Insgesamt brauchte ich mehrmaliges Hören dieses Albums, bis ich reingekommen bin, aber dann fetzt es richtig. (kdz)

8,5/10