Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

IRON GRIFFIN - Iron Griffin (EP)

VÖ: 17. November 2017
Gate Of Hell Records

Zwei Mal Gates Of Hell Records in diesem Monat - ich jubiliere! Im Gegensatz zu Tyfon's Doom müssen sich Iron Griffin meine Vorschuss-Sympathie etwas erarbeiten, was sie auf ihrer ersten EP mit 18 Minuten Spielzeit aber Metal sei Dank auch schaffen. Ja, Metal ist hier enthalten. Auch wenn man ihn nach dem spacigen Synthie-Intro und den fast unverzerrten Gitarren etwas suchen muss. Der Opener "Message From Beyond" ist flott, offenbart ob seines derbe reduzierten Sounds wirklich jeden gespielten Ton (sogar einen Spielfehler hat man draufgelassen - chapeau!) und der spontan an Metal Inquisitor erinnernde Gesang hat mit seinem Hall passenden Charme. Ist aber irgendwie noch Metal, was Mausoleum Gate-Drummer Oskari Räsänen hier in seine neue Spielwiese gesät hat. Ich bin versucht, den Terminus "Proto Metal" zu verwenden, aber irgendwie merkt man trotzdem, dass hier eben ein Mensch im Jahr 2017 sitzt und sich einfach nur "dem alten Kram" liebevoll widmet. So kräftige Backing Shouts wie in "Lord Inquisitor" gab es um 1970 bestimmt nicht. Das größte Plus dürfte die allseits melancholische Stimmung sein, die durch die (Doppel-)Leads nicht gerade wenig von der NWOBHM transportiert. "Journey To The Castle Of King" dürfte hingegen Epic Metal Fans zum Aufschreien bringen, die Atmosphäre aus vergangenen Medieval/Fantasy-Zeiten ist richtig greifbar, der Gesang von Toni Pentikäinen entfaltet sich hier besonders gut.
Ich kann mir nicht helfen, aber es gefällt. Immer wieder aufs Neue. Bin mal gespannt, ob ich das beim ersten Longplayer auch noch sage. (sw)

8/10