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IRON WALRUS - A Beast Within

VÖ: 15. Dezember 2017
Redfield Records

Das dritte Album - das dritte Mal acht Punkte. So einfach kann manchmal eine Rezension sein. Das eiserne Walross aus Osnabrück hat aber auch wieder die richtigen Argumente auf seiner Seite. Wie schon auf "The Plague" (2015) regiert ein immer eigenständiger werdendes Gebräu aus Doom, Sludge, ja vielleicht sogar eine Art Core-Variante, die mich (warum eigentlich jetzt erst?!) auch ein wenig an Warpath erinnern. Die Stosszahnträger reduzieren sich weiterhin schön auf ein paar erdige Riffs pro Song, gute Hooks und vor allem einen amtlichen Groove … ja, und wenn man so dicke mit den Jungs von Crowbar ist (man bestritt so manch mächtigen Gig zusammen), dann darf das auch durchscheinen ("Control", "No More Reason"). Auch die zwischenzeitliche Verlagerung zum drückenden Midtempo weiß zu gefallen und macht schon den Opener "Crawling" zum Türeneintreter par excellence - gerade, weil zum Refrain immer wieder auf die Bremse getreten wird und so der Druck noch höher wird. Ach ja, und nachdem ich es vor längerer Zeit mal irgendwo gelesen hatte, fällt es mir jetzt auch auf - Sven Aufermanns kernige Gesangsröhre hat wirklich was von Jan-Chris de Koeijer (Gorefest). Schlimm? Nein, geil! So herrlich passend und charakterstark wie immer.
Man kann sagen, was man will - Iron Walrus haben nicht nur mit ihrem Namen ein Alleinstellungsmerkmal, sondern punkten immer mehr mit musikalischer Beständigkeit. In Zukunft wünsche ich mir nur ein wenig Abwechslung in Sachen (tonaler) Stimmung, weil das bestimmt noch mehr Tiefe in den Sound bringt und man so (okay, etwas spekulativ) der Konkurrenz mal einen derben Batzen zum Kauen vorsetzen würde. Wir werden sehen. (sw)

8/10