Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

JAMES LABRIE - Static Impulse

VÖ: 24. September 2010
Inside Out

Was ist denn nu? Der stampfende Beat zu Beginn des Openers "One More Time" hat mit seiner einsamen Leadgitarre fast was von Arch Enemy, die Strophe thrasht alles platt und hat auch noch "modernes" Shouting am Start. "Wo ist James LaBrie?" frage ich mich. Ah, da isser ja - mit einer schicken Bridge und einem erstklassigen Chorus, wie nur er ihn singen kann. Monsieur LaBrie gibt sich offensichtlich "up to date" auf seinem neuen Solo-Output, und das weiß sehr wohl zu gefallen. Nicht gerade selten vernehme ich Anleihen von aktuellen Göteborg-Sounds, wenn es darum geht, knackige Grooves mit wuchtigen Riffs zu verbinden. Kein Quatsch! Denn LaBrie selbst sagt, es sei "ein Album, das nach Heavy Rock und zeitgemäßem Metal klingt." Mit seiner unvergleichlichen Stimme und gänzlich "unmodernen" Art, an Melodien heran zu gehen, zieht er jedem "Modern Metal"-Hasser auf jeden Fall die Zähne. Alle zwölf Songs (wieder von LaBrie und Keyborder Matt Guillory komponiert) überzeugen von vorn bis hinten mit einer sehr homogenen und griffigen Verbindung zweier Welten. Zur Verfeinerung steht ihm abermals der italienische Guitar-Crack Marco Sfogli zur Seite, der mit fürstlichen Soli glänzt. Bass-Akzente setzt dieses Mal Halford-Tieftöner Ray Riendeau, und Darkane-Drum-Spezialist Peter Wildoer (Arch Enemy, Old Man's Child und Pestilence nutzten schon seine Dienste) sorgt nicht nur für den richtigen Punch, sondern auch gelegentlich für besagtes Shouting.
"Static Impulse" steht seinem Vorgänger "Elements Of Persuasion" in rein gar nichts nach. Nur die Basis hat eine ganz dezente Verschiebung erfahren. Mich stört das nicht. (sw)

8/10