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JEX THOTH - Blood Moon Rise

VÖ: 14. Juni 2013
I Hate Records

Was an Jex Thoth so heavy sein soll (wie das Presseinfo ein paar Male verlauten lässt), ist mir schleierhaft. Aber Schleier ist das richtige Wort für den zweiten Longplayer der Frisco-Truppe. Doomig sind sie allemal, denn bis auf "The Places You Walk" schlurft hier alles im Grenzbereich zur SloMo-Jam Session. Instrumental gesehen ist hier raumgreifender Minimalismus am Werk (bis auf das ausufernde Endsolo von "Psyer") in einer Mischung aus vernebelten Doomanfängen von Black Sabbath, psychedelischen Hippie-Tänzen in Zeitlupe ("The Four Of Us Are Dying") und Sonstigem, was ich definitiv nicht mit "heavy" gleichsetze. Den einzigen Vorteil, den Jex Thoth im Gegensatz zu den von mir als neutral betrachteten The Devil's Blood haben, ist die Stimme der Namensgeberin Jex. Diese Stimme ist mir zumindest viel lieber und veredelt (ja, wirklich!) das gesamte Material, insbesondere die Ballade wie "Keep Your Weeds" traumwandlerisch. Nichtsdestotrotz - wer hauptamtlich auf solche Sounds abfährt, dem dürfte wahrscheinlich schon das berühmte "Iron Man"-Riff zu hart sein. (sw)

7/10