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JOB FOR A COWBOY - Genesis

VÖ: 18. Mai 2007
Metal Blade

Wie funktioniert richtig guter Extrem Metal? Wenn er nach dem ersten Hören überfordert, aber trotzdem nach einem zweiten Durchgang verlangt, weil man das Gefühl hat, dass doch etwas Grösseres dahintersteckt.
Und dann stellt man erstmal fest, dass der Grundtenor von "Genesis" eigentlich nichts anderes ist, als alles was sich zur Zeit im technischen Death Metal tummelt (Cryptopsy, Nile, Morbid Angel und alle anderen Verdächtigen). Ergo - viel Blast, Gitarren, die ihr Heil mal nicht immer in der Dissonanz suchen und auch noch vernünftige Soli spielen können und oben drauf ein verdammt kerniger Brüllbär der Marke "Hatebreed mal Death Metal". Die Vehemenz, mit der die Arizona-Boys auf ihrem Debüt zu Werke gehen erinnert mich glatt ein wenig an die Labelkollegen von The Black Dahlia Murder - nur mit weniger Melodien und mehr Tempowechseln auf engsten Raum. Zehn Tracks, davon zwei Intros und das alles in einer halben Stunde. Das ist ziemlich derbe.
In Zukunft wünsche ich mir von der Band viel mehr Abwechslung, da "The Divine Falsehood" nicht nur der langsamste, sondern auch der mit Abstand stärkste und mächtigste Song auf "Genesis" ist. Fast schon apokalyptisch. Sollte man im Auge behalten. (sw)

7,5/10