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JOB FOR A COWBOY - Ruination

VÖ: 03. Juli 2009
Metal Blade

So ganz kann ich den Riesenhype um die Cowboys nicht verstehen (siehe W:O:A 2008), aber die hörbare Weiterentwicklung kann man dem Quintett nicht absprechen. War der Vorgänger "Genesis" fast ausschließlich im Überschalltempo angesiedelt, so wird auf dem zweiten Longplayer mehr variiert - das scheint momentan eine Epidemie zu sein. Im Falle Job For A Cowboy ist das gar nicht so schlecht, denn Tracks wie "Regurgitated Disinformation" oder "March To Global Enslavement" entwickeln im niederen bpm-Bereich eine hohe Bang-Quote. Vorrangig wird auf "Ruination" aber immer noch Gas gegeben und technisch die Sau raus gelassen, dass es den Death Metal Fan nur so in den Ohren klingelt. Aber Job For A Cowboy lernen schnell und präsentieren die Chose nun griffiger. Nur wo bleiben endlich die "im-Ohr-hängen-Bleiber"?! Denn wieder einmal ist es wie auf dem Debüt der langsamste Song (hier das Titelstück), der am Ende der CD raussticht.
Aber bitte nicht missverstehen. "Ruination" sind 40 Minuten moderner Death Metal (genau da liegt die Basis und das hört man), der genau so gut ist wie auf "Genesis". Das ist gut so, aber auch schade. Denn ich sehe nach wie vor das Potential in dieser noch jungen Band, Größeres leisten zu können. Geben wir ihnen also noch ein wenig Zeit und sie werden uns hoffentlich mit dem dritten Album überraschen. Lasst mich jetzt nicht hängen, Jungs!
Freunde von Erstauflagen sollten sich übrigens beeilen, denn in diesem Fall wird die rare "Doom"-EP beigelegt. (sw)

7,5/10