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JON OLIVA'S PAIN - Festival

VÖ: 19. Februar 2010
AFM Records

Schlicht und einfach "Festival" nennt sich der vierte Output von Jon Oliva's Pain. So großartig seine Glanztaten bei Savatage und dem Trans-Siberian Orchestra - vornehmlich in den 90er Jahren - auch gewesen sein mögen, der Sockel, auf den man Herrn Pain gestellt hat, könnte nach diesem Album etwas bröckeln. Die Songs auf "Festival" können über weite Strecken nicht wirklich überzeugen. Vielleicht mag der lange Opener "Lies" noch am ehesten etwas von Jon's songwriterischen Fähigkeiten offenbaren, und an alte Zeiten erinnern, aber Titel wie das krampfhaft eingängig wirken wollende "Death Rides A Black Horse", der mit banalen Riffs ausgestattete Titelsong, die ermüdenden "Afterglow" und "Winter Haven", oder die abschließende Kitsch-Ballade "Now", sind mitunter kaum Durchschnitt. Einzig das flockig-frische "Living On The Edge", und das starke "I Feel You" können - abgesehen von Jon's markanter Stimme - auf diesem Album punkten. Erschwerend kommt wiederum hinzu, dass die gesamte Produktion völlig dünn und kraftlos ist, und kaum etwas im Ohr hängen bleiben will. Das ist leider viel zu wenig - und da lasse ich auch kein "wir wissen ja, dass er es kann" gelten. Seien wir ehrlich: "Festival" reicht maximal für eine mittelgroße Halle, aber sicher nicht für ein Festival … (maz)

7/10