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JORN - Symphonic

VÖ: 25. Januar 2013
Frontiers Records

Die Regelmäßigkeit seiner Ein- und wieder Ausstiege bei Masterplan werden von Jorn Lande eigentlich nur noch durch die Anzahl seiner Veröffentlichungen überboten. Und was das angeht, habe ich den Faden längst verloren, bemühe mich aber stets, so halbwegs hinterzukommen. "Symphonic" ist bereits das 12. Soloalbum des norwegischen Ausnahmesängers und lässt anhand des Titels bereits erahnen, worum es hier geht: Ausgewählte Songs mit einem neuen orchestralen Klassik-Arrangement. Die Auswahl der Titel hat Jorn dabei selber getroffen, denn "Symphonic" soll eben nicht das typische Best of-Album sein. So fanden ganze vier Songs des gerade mal sieben Monate alten letzten Albums "Bring Heavy Rock To The Land" den Weg auf "Symphonic", wobei speziell der Opener "I Came To Rock" ein deutliches Ausrufezeichen setzt. Ein amtlicher Rocker, der trotz seines 70er Jahre Flairs zeitgemäß klingt und mit der orchestralen Begleitung bestens funktioniert. Die großen Hits fehlen zwar (bewusst), aber dafür bekommt man Coverversionen von DIO ("Rock And Roll Children"), Black Sabbath ("The Mob Rules") und Masterplan's "Time To Be King" (falls man das als Coverversion bezeichnen kann) geboten. Ansonsten wurden die meisten Alben der letzten neun Jahre mit zumindest einem Titel bedacht, wobei "Vision Eyes" und die Kate Bush-Hommage "Behind The Clown" - jeweils aus 2004 - die ältesten Titel auf diesem Album darstellen.
Die klassischen Arrangements halten sich auf "Symphonic" über weite Strecken dezent zurück. Die Drums und Gitarren stehen klar im Vordergrund und das Orchester dient eher als Begleitwerk. Das einzige kleine Manko und deshalb auch ein Abzug in der B-Note: Die Titel wurden für dieses Album nicht neu eingespielt, sondern die klassischen Arrangements wurden lediglich nachträglich auf die bereits existierenden Studioversionen gelegt (nur wenige Songs wurden zumindest neu gemixt). Das klingt zwar jetzt "schlimmer", als es letztendlich ist, beeinträchtigt den Hörgenuss aber auch in keinster Weise. (maz)

7/10