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KALMAH - 12 Gauge

VÖ: 26. März 2010
Spinefarm Records

Ich erinnere mich noch gut an die Anfangszeit dieser Band, speziell an die ersten beiden Alben "Swamplord" (2000) und "They Will Return" (2001). Schlecht waren sie keineswegs, aber Kalmah wurden damals meistens nur als Children Of Bodom-Klon belächelt - zu offensichtlich waren die musikalischen Gemeinsamkeiten. Aber das ist lange her. "12 Gauge" ist nun das sechste Alben der Finnen, die nach ein paar Besetzungswechseln (von und in Richtung Eternal Tears Of Sorrow und Catamenia) nun ein festes Line-Up gefunden zu haben scheinen. Die Eckpfeiler auf dem nun vorliegenden neuen Album sind typisch Kalmah. Hochmelodischer Death Metal (mit meist großartigen Hooks), dazu gibt es ähnlich wie Children Of Bodom oder Norther rasante Keyboard-Passagen ("One Of fall", "Hook The Monster" - aber keineswegs so penetrant und aufdringlich), hier und da einen Hauch von Folk ("Bullets Are Blind"), aber insgesamt ist man etwas thrashiger, als die Konkurrenz. Besonders angenehm ist die Stimme von Fronter Pekka Kokko, der zwar bitterböse grunzt, aber trotzdem meist gut verständlich ist. Dazu jagt ein Uptempo-Song den nächsten - ohne auch nur im Geringsten langweilig zu werden (nur aufgelockert durch vereinzelte ruhigere Passagen, sowie den Midtempo-Headbanger "Better Not To Tell"). Insgesamt bietet "12 Gauge" neun hochkarätige Songs, die jeder Fan von skandinavischem Melodic Death Metal unbedingt antesten sollte. (maz)

8,5/10