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KAMBRIUM - Shadowpath

VÖ: 25. November 2011
Massacre Records

Aus dem kleinen niedersächsischen Helmstedt kommen Kambrium, deren Debütalbum "Shadowpath" - nachdem es bereits im Eigenvertrieb erhältlich war - nun nochmals über Massacre Records veröffentlicht wird. Auf musikalischer Ebene kann der Fünfer durchaus überzeugen. Ihr melodischer Death Metal ist durchzogen von symphonischen und epischen Elementen, sowie ein bisschen Folk und mitunter etwas viel Pathos. Titel wie "Among The Lost", das fast 7-minütige "Arming For Retribution" (mit starkem Instrumental-Part) oder das wie an eine Mischung aus Turisas und Children Of Bodom erinnernde "Thanatos" sind wirklich amtliche Melo Death-Nummern. Das Keyboard ist in allen Songs sehr deutlich, manchmal sogar dominant, aber (großer Pluspunkt!) niemals aufdringlich oder gar penetrant, sondern immer nahezu perfekt in Szene gesetzt (liegt wohl daran, das Keyboarder Jan Hein auch der Hauptsongschreiber ist). Die Songs sind durchweg wirklich gut, die Harmonien teilweise traumhaft, die Growls von Bassist Martin Simon sind mehr als ordentlich, die Gitarrenarbeit überzeugt ausnahmslos und die Scheibe ist insgesamt produktionstechnisch wirklich gut in Szene gesetzt. Zwischen vielen richtig guten Songs entpuppt sich das instrumentale "Hiding In Sorrow" als kleines Highlight, das ganz ruhig und verträumt beginnt und sich dann immer mehr steigert. Also nichts zu bemängeln? Doch, eine Kleinigkeit. Zum Glück halten sich Kambrium mit dem cleanen/normalen Gesang sehr zurück, aber wenn er dann mal zum Vorschein kommt ("Hollow Heart" und "A Sinner's Remorse") sorgen diese kleinen "Ausrutscher" für tiefschwarze Flecken auf der sonst (fast) reinen weißen Weste ... beim nächsten Mal also bitte (!) ausschließlich nur noch Growls. Eine interessante und hoffnungsvolle deutsche Band, die zukünftig echt noch was reißen könnte. (maz)

7,5/10