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KAMPFAR - Djevelmakt

VÖ: 31. Januar 2014
Indie Recordings

Die einzige noch verbliebene Konstante im Line Up von Kampfar ist Sänger Dolk, der auch nach 20 Jahren immer noch eisern die Black/Pagan Metal Flagge hochhält. Doch dabei wirkt das Trio (nur live zu viert) in keinster Weise irgendwie angestaubt, sondern versteht es auch auf "Djevelmakt", den mit Folk angehauchten und melodischen Black Metal auf moderne Weise zu interpretieren. Den Schwarzmetall-Puristen ist das natürlich nach wie vor alles "viel zu viel Folk" - hier mal eine dezente Flöte, dort mal ein verträumtes Piano ("Fortapelse") oder eine Akustikgitarre. Dennoch sind Kampfar natürlich Lichtjahre von irgendwelchen bierseligen Partyhymnen entfernt - auf "Djevelmakt" regiert nach wie vor die eisige Kälte, obwohl sich diese fast nur noch in den fiesen Vocals von Dolk äußert. Musikalisch scheint dieses sechste Album der Norweger eher einer düsteren, mystischen und abgrundtief bösen Fabelwelt entsprungen zu sein. Zwischen "hitverdächtigen" Titeln, wie dem großartigen "Kujon", regelrecht eingängigen und Soundtrack-ähnlichen Passagen (in "De Dødes Fane") bewegt man sich oft im Midtempo ("Swarm Norvegicus"), nur um im nächsten Moment wieder in schwarzmetallische Raserei auszubrechen (überragend: "Svarte Sjelers Salme").
"Djevelmakt" ist klischeefreier Black Metal mit Köpfchen, Melodien und Anspruch - und das gefällt auf ganzer Linie. (maz)

8/10