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KHEMMIS - Desolation

VÖ: 22. Juni 2018
Nuclear Blast

Mein "Problem" mit dem letzten Album "Hunted" ("…der zweistimmige Gesang erinnert mich fatal an etwas, was sich auch in meiner Sammlung befindet…"), ist seit Oktober 2016 nicht gelöst und jetzt kommt das neue Album der Denver Boys. Völlig zu Recht von Branchengröße Nuclear Blast in den Stall geholt, weil aus dieser Band aufgrund ihrer homogenen Vielschichtigkeit richtig etwas werden kann. Aus der letzten Beschreibung "Doomed Rock 'n Roll" ist auf ihrer Facebook-Seite nun "Doomed Heavy Metal" geworden und das passt so viel besser. Ungemein heavy ist "Desolation" geworden, latscht keine ultrakonservativen Doom-Wege platt, sondern hebt das Grundtempo im Gegensatz zum Vorgänger sogar leicht an - das Ergebnis: z B. der im Grunde reinrassige Epic Metal Knaller "Isolation". Das Einstreuen von harschen DM/BM/Sludge-artigen Vocals wurde auch ganz dezent erweitert, für den "bösen" Part in "Flesh To Nothing" würde so manche Suicide Black Metal Jammerlappen-Truppe … nun ja, sterben. Aber großflächig regiert hier weiterhin unkonventioneller Doom Heavy Metal. Richtig dicke Riffs, glänzende Twin Gitarren (ebenfalls leicht erhöhter Anteil), lebendig-druckvolles Drumming und großartig angelegte Vocals nebst warmherzigen Harmonien (siehe oben). Tja, und wen das ergreifende Finale "From Ruin" allen Ernstes kalt lässt, der sollte vielleicht wirklich lieber Suicide Gedöns hören.
Merkt euch den Namen Khemmis - ich prophezeie der Band eine unerwartet rosige Zukunft. (sw)

8,5/10