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KHEMMIS - Hunted

VÖ: 21. Oktober 2016
20 Buck Spin

Aus Denver kommt eine Band mit dem ungewöhnlichen Namen Khemmis, liefert seinen zweiten Longplayer und verharrt seit Tagen in meinem Player, um sich sowohl fast unaufdringlich und gleichermaßen hypnotisch in meine Hirnwindungen zu grooven. Sie selbst betiteln sich als "Doomed Rock'n'Roll", wobei das R'n'R bitte nicht Volbeat-isch oder 70ies-like zu verstehen ist. "Hunted" ist Heavy Doom Rock, warmherzige Melancholie mit dem hart (aber nicht böse) geschwungenen Riff-Hammer. Hoffnungsschimmer keimen regelmäßig durch immer wieder einsetzende Twin-Gitarren und den angenehmen Klargesang nebst tollen Harmonien auf. Das Gute ist, dass sich das Quartett nicht auf diesem Gerüst ausruht, sondern für ansprechende Abwechslung sorgt. "Candlight" switcht in der Mitte in eine knackige Doom Death Passage, "Three Gates" drückt sogar leicht und mächtig treibend aufs Gas (da könnte man Rock 'n'Roll unterstellen) das dortige Gesangswechselspiel ist stark und der finale Titelsong mit seinen satten 13 Minuten hält sich sauber über die Distanz und beliefert sogar ein paar "post"-ähnliche Bereiche.
Ist unter den fünf Songs ein Hit? Nein. Läuft die Kiste durch? Ja, immer und immer wieder! Und zur Hölle nochmal - der zweistimmige Gesang erinnert mich fatal an etwas, was sich auch in meiner Sammlung befindet. Ich höre "Hunted" jetzt so lange, bis es mir einfällt. (sw)

8/10