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KHOLD - Til Endes

VÖ: 02. Oktober 2014
Peaceville Records

Gnadenlos geniale Gitarrenriffs, verächtlicher, grimmiger und selbstverständlich norwegischer Gesang, wuchtig und meisterlich produziert, vorgetragen in Midtempo und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Bei meinen beiden Lieblingsliedern sind die Jungs von Khold nämlich recht gemächlich unterwegs und die heißen "Nattpyre", befindet sich auf ihrem Debüt Album "Masterpiss Of Pain" aus dem Jahre 2001, und "Skjebnevette", welches ein Jahr später auf "Phantom" erschienen ist. Ich bin eigentlich ein Anhänger schneller Musik und einzig und allein Khold haben es damals auf Anhieb geschafft, mich gerade durch ihr eher langsames Tempo zu überzeugen. Wie eine fiese, fette Made kriecht Sänger Gard bei diesen Songs durch meine Gehörgänge und verbreitet Verzweiflung und Depression. Das fehlt mir bei "Til Endes" schon ein wenig, überrascht mich allerdings kaum, da das beim Vorgänger "Hundre Ar Gammal" bereits ebenso war und somit zur musikalischen Entwicklung der Band passt. Trotzdem schaffen es die Norweger wieder einmal, und das zeichnet alle ihre Scheiben aus, mich durch die wiederkehrenden Gitarrenmelodien, zusammen mit dem grandiosen Drumming von Sarke, völlig gefangen zu nehmen und in eine Welt zu entführen, die durch die mächtigen Klänge von "Til Endes" von negativen Emotionen beherrscht wird, tiefschwarz und dem Abgrund nahe scheint. (st)

7,5/10