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KILL PROCEDURE - Brink Of Destruction

VÖ: 25. August 2017
FC Metal

Der Name Winters Bane ist mir - so wie wohl vielen anderen auch - nur geläufig, weil ich damals wissen wollte, was Tim "The Ripper" Owens vor seinem Einstig bei Judas Priest getrieben hat. Der Mensch ist halt ein Herdentier. Aber das 93er Debüt "Heart Of A Killer" war ja auch cool. Laut Presseinfo von FC Metal (was für ein Label-Name…) handelt es sich bei "Brink Of Destruction" um das direkte, 1995 aufgenommene Nachfolgewerk, welches dem damaligen Label aber zu weit weg vom ursprünglichen Sound war. Nach mehrmaligem "Genuss" kann ich das auch sehr gut verstehen. Die Musik ist leider ähnlich billig und plakativ, wie die Auswahl des neuen Bandnamens. Einzig verbliebener Original-Mann von Winters Bane ist Gitarrist Lou St. Paul (auch am Mikro zu hören), der sich mit diesen zehn Tracks in das Fahrwasser von Megadeth's "Rust In Peace"/"Contdown To Extinction" schmeißt und dabei vergisst, wie man aussagekräftige Songs schreibt. Gute Ansätze gibt es auf "Brink Of Destruction" schon (speziell wenn es daran geht, in Solopassagen zu glänzen), sie werden nur mit mittelmäßigen Songstrukturen und wenig zündenden Ideen "ausgeschmückt". Der Drang, die Skip-Taste zu betätigen, bricht nicht gerade selten durch. Im hinteren Bereich horcht man mal auf ("Mask Of The Villian"), aber schlussendlich bleibt das beschriebene Prinzip gleich. Und obendrein noch etwas ganz Essentielles, was ich aber nicht weiter ausführen möchte: Lou St. Paul ist leider überhaupt kein guter Sänger … und auch kein (guter) Dave Mustaine. Ich spüle mir erst mal mit Megadeth die Ohren und gehe dann zur Tagesordnung über. (sw)

5/10