Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

KILL RITUAL - All Men Shall Fall

VÖ: 23. Februar 2018
Dissonance Productions

Gut, dass ich Kill Ritual nicht mit Kill Procedure verwechselt habe, ansonsten hätte ich das Review vielleicht abgelehnt. Aber dieses Quartett aus dem kalifornischen San Jose bricht mit seinem klischeefreien Dicke Hose-Metal anfänglich echt über mich herein und ich muss mich kurz neu kalibrieren. Das "Alle Achtung!" lässt aber nicht lange auf sich warten. Die machen das ja nicht erst seit gestern, ist "All Men Shall Fall" bereits der vierte Longplayer der Band um Gründungsmitglied/ex-Imagika-Gitarrist Steve Rice. Ist die harte Eröffnung "This Addiction" noch das Thrash-lastigste Stück der gut 52 Minuten, kommt mit dem Titelsong gleich das erste Highlight um die Ecke. Geiles Riffing, hartes Solo, großrahmige Strophe und der Refrain kommt so uneigennützig wie cool daher. Addiert man noch die Art und Weise hinzu, wie beim nächsten Song "Megalomaniac" die Gitarre Fans von Black Label Society ins Boot holt und im Gegenzug erstaunlich viele Akustik-Einsätze auf der gesamten Scheibe immer wieder für Tiefgang und Auflockerung sorgen (z.B. "Save Yourself", "Dead Man On The Water", "Kage"), merkt man erst, wie spannend Kill Ritual durch ihren in your face-Vorhang doch sind. "Sins" (starker Refrain) und "Lies" (Midtempo-Monster) zeigen den sowohl (g)riffigen als auch an(g)riffslustigen US Power Thrash dann wieder in Reinkultur, für den Sänger David Reed Watson das passende hart-melodische Organ besitzt.
Wer im letzten Juni auf der Raven-Tour war, kennt die Band vielleicht sogar schon. Mit einem Album wie "All Men Shall Fall" dürften und sollten es aber noch ein paar mehr Fans werden! (sw)

8/10