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LACUNA COIL - Shallow Life

VÖ: 17. April 2009
Century Media

Satte drei Jahre mussten die Fans der Mailänder Formation auf ein neues Lacuna Coil-Album warten. Eine lange Zeit, die lediglich mit einer Live-CD/DVD und einer völlig überflüssigen "Best Of"-Scheibe überbrückt wurde.
Doch nun sind sie wieder da. Mit "Shallow Life" melden sich Cristina Scabbia und ihre fünf Mannen zurück - und zeigen sich auf Album Nr. 5 wieder einmal von ihrer prägnanten und starken Seite. Kaum eine (keine?) andere Band verbindet so geschickt Gothic Metal mit ein bisschen Pop-Appeal und legt (seit dem 2006er Album "Karmacode") über alles einen fetten Nu Metal-Gitarrenteppich - gleich der Opener "Survive" knallt zwischenzeitlich mit sattem Gitarren-/Doublebassgewitter aus den Boxen, während sich das nachfolgende "I Won't Tell You" mehr von der eingängig-poppigen Seite zeigt. Einen gewissen Anteil daran hat sicherlich Neu-Produzent Don Gilmore, der schon Linkin Park, Pearl Jam und Avril Lavigne in die weltweiten Charts verhalf.
Sängerin Cristina Scabbia kommentiert: "Wir haben verschiedenste musikalische Bereiche berührt, und dennoch unseren eigenen Stil bewahrt. Kurzum: Ein Mix aus alt und neu, schnell und langsam, Licht und Dunkelheit." Recht hat sie. "Shallow Life" glänzt vor allem durch abwechslungsreiches Songwriting auf hohem Niveau, auch wenn vielleicht der ganz große Hit (trotz der starken erste Single "Spellbound") fehlt.
Neben der Düster-Ballade "The Pain" und "fast-schon Pop-Songs" der Marke "I Like It" bietet das Album auf der anderen Seite aber eben auch ordentliche Rocknummern, wie das an Linkin Park erinnernde "I'm Not Afraid".
Alles in allem ein wirklich starkes Album, dem noch ein kleines i-Tüpfelchen zu einem halben Punkt mehr gereicht hätte. (maz)

8,5/10