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LAMB OF GOD - Wrath

VÖ: 20. Februar 2009
Roadrunner Records

Mit "Sacrament" haben Lamb Of God 2006 ein wirklich fantastisches Album abgeliefert und es liegt jetzt an "Wrath", den Vorgänger noch zu toppen. Zwischen dem großartigen instrumentalen Opener "The Passing" und dem abschließenden, leicht progressiven "Reclamation", prügelt sich das Quintett aus Richmond/Virginia durch neun erstklassige Songs, die vor rauher, ungestümer Aggressivität nur so strotzen, über denen aber trotz allem immer noch die nötige Portion Melodie schwebt. Auch wenn Lamb Of God im Laufe der Jahre ihren eigenen und typischen Sound kreiert haben, so schaffen sie es auch auf "Wrath" wieder einmal, sich größtenteils neu zu erfinden, ohne sich dabei zu verleugnen, und das gelingt nun wirklich nicht vielen Bands. Songs wie "In Your Words" können beispielsweise nur von Lamb Of God stammen: Die Drums, das Stakkato-Riffing und der markante Gesang von Randy Blythe vernichten alles, was ihnen in die Quere kommt. Verschnaufpause? Fehlanzeige! "Wrath" wirbelt mit durchgetretenem Gaspedal durch den Raum, und haut dabei mit schier unglaublicher Leichtigkeit erstklassige Thrash-Bomben wie "Everything To Nothing" oder Groove-Granaten wie "Broken Hands" raus.
"Wrath" kommt wie ein alles vernichtender Drogentrip daher. Man ist irgendwie erleichtert, wenn er zu Ende ist, kann sich aber kaum dagegen wehren, sich die gleiche Dosis nochmal zu geben! Auch wenn "Wrath" aus musikalischer Sicht "leider" kein direkter "Sacrament"-Nachfolger geworden ist, aber Lamb Of God haben ihrer eigenen Discografie mit diesem Album mal eben die Krone aufgesetzt. Ein Monster von einem Album! (maz)

9/10