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LAVATORY - Morbid Terror

VÖ: 17. Oktober 2014
Pulverised Records

Als hätten sie Angst, dass man sie aus Malaysia nicht hören könnte, böllert die Snare-Drum im Opener "Descent Into Madness" dermaßen fies durch die Gehörgänge, dass ich inständig hoffe, diesen Beat nicht allzu oft auf "Morbid Terror" zu vernehmen. Dem ist dann auch so. Denn was diese Truppe "vom anderen Ende der Welt" auf ihrem Debüt treibt, ist wirklich klassisch schwedischer Death Metal in Reinkultur. Wie besessen wütet das Quintett durch sein Debüt und hat dabei die gesamte Palette drauf, mit der man die angepeilte Zielgruppe nur zufriedenstellen kann. Die Riffs, der herrlich knarzige Gitarrensound, das Logo, das Cover, die klassische Beat-Verteilung à la Unleashed bei "Thousand Roads To Hell" oder der schaurige Lead-Part im anfangs doomigen "Restless Souls". Dazu der Titelsong als banggeeigneter Smasher, der typische Offbeat-Knaller "Miserable Life" und und und. Fronter Muntah Darah schießt obendrein mit seinen echt hysterischen Vocals den Vogel ab und löst bei "Death Is Imminent" fast sein Gratisticket zur Irrenanstalt ein.
Um ein bekanntes Sprichwort mal ad absurdum zu führen: "Warum Gutes aus dem Nahen feiern, wenn das Ferne doch so geil." In diesem Sinne - support "Morbid Terror"! (sw)

7,5/10