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LEGIO MORTIS

The Human Creation And The Devil's Contribution

VÖ: 15. April 2011
MDD Records

Manchmal hat man einfach böse Vermutungen und Verahnungen: Legio Mortis kommen aus dem schönen Taubertal, schreiben sich laut Presseinfo Dark/Death Metal auf die Fahnen, haben ihr neues Album "The Human Creation And The Devil's Contribution" von Alexander Krull (Atrocity, Leaves' Eys) mischen und mastern lassen, Leaves' Eyes-Sängerin Liv Kristine wird bei "Life Denied" auch noch zum Duett gebeten, und selbst vor dem Paradise Lost-Titel "Pity The Sadness" macht die Truppe ebenso wenig halt, wie vor einem deutschsprachigen Titel ("Wir brauchen keine Hirten" ... gähn). Bis hierhin kann man schon erahnen, was einen erwartet, ohne überhaupt irgendetwas gehört zu haben. Aber ich wurde nun auch schon öfter mal positiv überrascht und lasse mich natürlich auch gerne eines Besseren belehren - beides gelingt Legio Mortis allerdings nicht mal ansatzweise. Die Bezeichnung Death Metal ist fast schon eine Beleidigung. Eine handvoll nette Riffs (die teilweise ganz ordentlich sind), ein paar treibende Drums und die mittelmäßigen Growls (die ich schon von zig lokalen "Proberaum-Bands" besser gehört habe), machen noch lange keinen Death Metal. Stattdessen geben nicht zuletzt die zumeist durchaus gelungenen Keyboard-Melodien die Richtung der Band vor: Düsterer Dark/Gothic-Metal, der bestens für alle Kajal-bemalten Gothic-Jünger geeignet ist, die mal "so richtig" abschädeln wollen, weil ihnen das ewige Lacrimosa-Hören auf Dauer zu langweilig wird. Sorry, aber kein "ernsthafter" Metaller wird diese Scheibe gut finden, höchstens vielleicht ein paar Graveworm-Fans - siehe (und höre) "From Throat To Cunt". Und über die unsägliche Paradise Lost-Coverversion erspare ich mir ohnehin mal besser jeglichen Kommentar.
Prädikat: Besonders überflüssig. (maz)

5/10