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LEGION OF THE DAMNED - Ravenous Plague

VÖ: 03. Januar 2014
Napalm Records

An zwei Dingen erkennt man, dass ein neues Jahr begonnen hat: Man hat die ganzen Feiertage zwar gut, aber auch mit ein paar Kilo mehr auf den Rippen überstanden und das niederländische Thrashkommando Legion Of The Damned steht mit dem nächsten Album in den Startlöchern - schön, wenn man sich auf gewisse Regelmäßigkeiten verlassen kann.
Verlassen kann man sich auch darauf, was einem auf "Ravenous Plague" geboten wird. Das Quartet agiert fast schon gewohnt ohne Experimente und hält an der bisherigen und überaus erfolgreichen Formel fest. Wirkliche Neuerungen finden sich somit auch nur in Nuancen wieder. In Sachen Produktion ist man von Peter Tägtgren zu Andy Classen zurückgekehrt, die Vocals von Maurice Swinkels klingen diesmal noch böser und der Anteil an Leads und Soli wurde hörbar ausgebaut.
Ansonsten spielen Legion Of The Damned wieder geschickt ihre Stärken aus, soll heißen: Thrash, Thrash und nochmal … ähm … Death. Präzise und messerscharfe Riffs, treibende Drums und eben das typische leichte "Gewürge" von Maurice machen "Ravenous Plague" zu einer massiven Thrash-Wand, der man ihre Vehemenz - vielleicht auch durch die krankheitsbedingte Zwangspause im letzten Jahr - förmlich anhört. Die größten Stärken liegen wie immer ganz klar in den Momenten, wenn sich der Vierer zwischen all den Blasts durch's groovende Midtempo holzt - hier macht den Niederländern niemand mehr was vor. Titel wie "Doom Priest" und "Ravenous Abominations" dürften diesbezüglich zukünftig jeden Pit zerlegen und auch die nackenbrechenden Hochgeschwindigkeitsgeschosse, wie das bereits vorab veröffentlichte "Mountain Wolves Under A Crescent Moon" oder das fast schon unmenschlich rasante "Black Baron" stehen dem in nichts nach.
"Ravenous Plague" bietet insgesamt wenig Neues - und das ist auch sehr gut so. Mit welcher Konstanz und auf welchem Niveau die Band seit nunmehr zehn Jahren agiert (rechnet man die Pre-Legion Of The Damned-Band Occult noch mit dazu, kommen wir gar auf ein knappes Vierteljahrhundert), ist nicht nur erstaunlich und beachtlich, sondern noch dazu ziemlich selten. Das alleine untermauert die Ausnahmestellung dieser überragenden Band. (maz)

9/10