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LEONS MASSACRE - Dark Matter

VÖ: 08. Mai 2015
Noizgate Records

Was passiert eigentlich, wenn diejenigen, die früher mit Nu Metal und Metalcore aufwuchsen, nun selber Musik machen? Sie machen genau das, was sie kennen und vereinen scheinbar beides zu einer neuen Musikrichtung. Ab sofort nennen wir das "Nu Metalcore". Und eins der ersten Kinder dieser musikalischen Brut, muss die Band Leons Massacre sein, denn die bringen mittlerweile ihr drittes Album raus und wir wollen doch mal sehen, was es dazu zu sagen gibt. Mit "This Earth Is Priceless" haben sie bereits vor einem Jahr eine Single rausgebracht, die der Opener dieses Albums wurde. Es hat sich eingebürgert, dass Opener immer eine gute Grundstimmung des Albums widerspiegeln und mit diesem Song setzt man da bereits einen sehr soliden Grundstein: mit viel Rap, Shouts, Growls und einer anständigen Hook, sitzt schon einmal stimmlich alles an Ort und Stelle wo es hingehört. Auch die Gitarren leisten gute Arbeit und bringen neben Breakdowns auch abwechslungsreiches, druckvolles Riffing. Ähnliches zieht sich durch das gesamte Album. Man leistet sich im Grunde keine Schwächen, leichtes Manko aber bleibt bei den Lautstärkeanpassungen, denn die Instrumente wirken im Vergleich zum Klargesang an manchen Stellen zu dominant, gerade wenn der Fokus auf den Refrain gesetzt ist.
Über das Album verteilt, wird man an der einen oder anderen Stelle ausgetrickst, da man manchmal andere Übergänge erwarten würde und auch andere Songs wie "Our Darkest Days" wirken überraschend emotional und erfrischend anders. Die Wurzeln à la Limp Bizkit sind oft klar rauszuhören und haben so einen gewissen positiven Déjà-Vu-Effekt, der eine vergangene Ära retromäßig wieder zum Leben erweckt. Leider ist das Album mit acht Songs und 30 Minuten Spielzeit etwas kurz geraten, aber wofür gibt es die Wiederholungsfunktion. Das Album hat einen wirklich einzigartigen Musikstil und zeigt auch eine sehr positive Entwicklung der Band. (zeo)

8/10