Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

LET THEM FALL - Wolftales

VÖ: 09. März 2018
Antigony Records

"Wolftales" heißt das erste Full-Length-Album der italienischen Female-Fronted-Metalcore Band Let Them Fall. Lustig ist die Namensgebung deshalb, weil von den zehn Tracks, die auf dem Album sind, die Titel "The Wolf" und "The Tales" die beiden "Nicht-Songs" sind, nämlich bilden sie das Intro und ein Interlude. Braucht man diese? Nein. Lohnt es sich einem Intro und einem Interlude einen Namen zu geben und daraus den Albumtitel "Wolftales" zu kreieren? Nein, weil beides so generisch, langweilig und irrelevant ist, dass sie sowieso jeder nach dem ersten Hören entweder überspringen oder gleich ganz löschen wird. Doch was steckt hinter dem Rest? Tja, da versteckt sich hinter den ganzen nordisch-mythologisch klingenden Namen wie "Fenrir" oder "Mjolnir" saftiger Metalcore. Dass die Shouts dabei von einer Frau kommen, merkt man nicht unbedingt direkt, denn ich habe schon Männer schreien hören, die deutlich weniger Testosteron in der Stimme hatten. Damit meine ich, dass die Shouts sehr energiegeladen und aggressiv klingen und für eine Frau verhältnismäßig tief sind. Zumindest tief genug, um als Shouts und nicht als Screams gewertet werden zu können. Den Clean-Gesang übernimmt dabei dann wiederum ein männlicher Bandkollege, was in der Kombination bei mir ganz starke Verbindungen zu Bury Tomorrow in den Kopf schießen lässt. Und das ist positiv gemeint, denn wie auch Bury Tomorrow, haben Let Them Fall richtig eingängige Refrains im Gepäck, die einem tatsächlich im Kopf bleiben. Instrumental haben wir keine großartigen Überraschungen, alles ist typisch für melodischen Metalcore, härtere rythmuslastigere Riffs in den Strophen und melodische Riffs im Refrain. Alles in allem erfindet die Band das Rad nicht neu, gibt ihm aber einen frischen eigenen Anstrich und mit Songs wie "Fenrir" und "Skoll" haben sie auch ein paar echte Hits dabei. Davon gerne mehr! (zeo)

7,5/10