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LETHEAN - The Waters Of Death

VÖ: 09. November 2018
Cruz Del Sur Music

Bevor ich mich um Kopf und Kragen rede, lege ich die (bzw. meine) nackten Tatsachen einfach auf den Tisch. Lethean-Alleinherrscher James Ashbey hat mit "The Waters Of Death" ein wirklich starkes Debüt abgeliefert. Die in einen warmen Sound eingebetteten sechs Songs tanzen formidabel im Epic/Heavy/Doom-Dreieck und manchmal glaubt man, Visigoth wollten sich im NWOBHM-Wahn mit Primordial vermählen. Die Gitarren zaubern treffsichere Riffs und Melodien, die sowohl Emotionen als auch Kampfbereitschaft hervorrufen. Mister Ashbey weiß, welche Knöpfe er drücken muss und auf rein instrumentaler Ebene habe ich kein Fünkchen auszusetzen. Da wäre aber noch der Gesang. Der geht auf das Konto von Thumri Paavana, die rein objektiv eine wirklich gute Leistung bringt und auch eine sehr angenehme Stimme hat. Aber in Verbindung mit den Songs ist mir (!) das zu seicht, zu glatt. Die Songs haben neben Emotionalität auch echt Stärke, Kraft und "Zähne" und gesanglich wird hier einfach nicht nachgelegt. Perfektes Beispiel ist der Song "Seafarer". Diese Passage nach dem Lead ab 3:56 benötigt eine Stimme (egal ob weiblich oder männlich!), welche die kämpferische Tragik mit Stolz und nicht mit Lieblichkeit transportiert. Ehrlich - kein Sexismus beabsichtig, aber dem Gesang fehlen im doppelten Sinne ein paar Eier. (sw)

7,5/10